IEKP: Ermittlung der Klimaschutzwirkung des Integrierten Energie- und Klimaschutzprogramms der Bundesregierung IEKP
Auftraggeber: Umweltbundesamt; Fraunhofer ISI
Laufzeit: bis 2010
Hintergrund:
Im August 2007 wurde in den Meseberger Beschlüssen Eckpunkte für ein Integriertes Energie- und Klimaschutzprogramm (IEKP) verabschiedet. Dieses Programm soll dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen Deutschlands bis zum Jahr 2020 um 40% zu verringern.
Welchen Beitrag die unter dem IEKP in Kraft gesetzten Klimaschutzinstrumente wirklich dafür leisten werden, muss anhand der konkreten Ausgestaltung und Umsetzung evaluiert werden, um der Politik Entscheidungshilfen für die weitere Ausgestaltung der Klimaschutzpolitik an die Hand zu geben. Im Integrierten Energie- und Klimaschutzprogramm ist vorgesehen, dass die Bundesregierung alle zwei Jahre, beginnend ab November 2010, Rechenschaft ablegt über die so erreichten Emissionsminderungen und die Effekte der einzelnen Maßnahmen (Monitoring des Programms). Zur Vorbereitung dieses Ziels dient das hier angestrebte Forschungsvorhaben.
Zielsetzung:
Konkret sollen mit dem Forschungsvorhaben die folgenden Ziele erreicht werden:
- Es soll ermittelt werden, wie die Meseberger Beschlüsse vom August 2007 auf nationaler bzw. europäischer Ebene in konkrete, wirksame Instrumente umgesetzt wurde (qualitative Einschätzung jedes Instruments und des Gesamtpakets).
- Ein weiteres Ziel des Forschungsvorhabens ist es, ein Monitoringkonzept zu einer umfassenden regelmäßigen Bewertung der Maßnahmen des IEKP zu erstellen, das den regelmäßigen Abgleich mit den Projektionen zu festgelegten Zeitpunkten erlaubt.
Es soll ermittelt werden, wie sich die im IEKP benannten Instrument, die teils auf nationaler, teils auf EU-Ebene umgesetzt wurden, auf die Emission von Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 auswirken werden (quantitative Bewertung). Es soll Antwort auf die Frage gegeben werden, zu welchem Anteil sich das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 die Emissionen von Treibhausgasen um 40 % zu verringern, mit den in Folge des IEKP in Kraft gesetzten Instrumenten erreichen lässt.
IREES übernimmt dabei schwerpunktmäßig folgende Maßnahmen:
- Maßnahme 3: CO2-arme Kraftwerkstechnologien,
- Maßnahme 4: Intelligente Messverfahren für Stromverbrauch,
- Maßnahme 23: Reduktion der Emission fluorierter Treibhausgase
Arbeitsplan und Methodik:
Durch qualitative sowie quantitative Bewertung von Forschungsvorhaben im Umfeld des IEKP und durch telefonische Befragung von relevanten Zielgruppen sowie von unterschiedlichsten Marktakteuren wird der Umsetzungsstand der entsprechenden Einzelmaßnahmen analysiert. Dabei werden die gesetzlich verankerten Ziele und Mechanismen mit den Vorgaben des IEKP verglichen. Parallel dazu erfolgt die Konzeption und Ausarbeitung von Gesprächsleitfäden. Anhand dieser ausgearbeiteten Interviewleitbögen werden Experteninterviews zur entsprechenden Thematik durchgeführt.
Anschließend erfolgt auf Einzelmaßnahmenebene eine quantitative Bewertung des entsprechenden Emissionsminderungspotentials bis 2020. Dabei werden die grundlegenden Rahmenbedingungen sowie Projektannahmen ausführlich dargelegt. In einem späteren Arbeitsschritt wird ein Monitoringkonzept erstellt, das eine regelmäßige Bewertung der IEKP-Maßnahmen in einem ein- oder zweijährigen Rhythmus ermöglichen soll.
Beteiligte Partner-Institutionen: Fraunhofer ISI, Öko-Institut (Berlin), Forschungszentrum Jülich, Programmgruppe STE, Dr. Hans-Joachim Ziesing
Ansprechpartner:
Dr. Annette Roser
a.roser@irees.de
Dr. Felix Reitze
f.reitze@irees.de
Publikationen
Eichhammer, W., Matthaes, F., Hansen, P., Ziesing, H.J., Doll, C., Fleiter, T., Jochem, E., Köhler, J., Peters, A., Schade, W., Schmid-Sercander, B., Sensfuss, F., Wietschel, M., Köwener, D., Roser, A., Reitze, F.: Ermittlung der Klimaschutzwirkung des Integrierten Energie- und Klimaschutzprogramms der Bundesregierung IEKP und Vorschlag für ein Konzept zur kontinuierlichen Überprüfung der Klimaschutzwirkung des IEKP Studie für das Umweltbundesamt (UBA) 2011




