EET DBU: EnergieEffizienz-Tische DBU-Projekt
Kurzbeschreibung
Problemstellung: Zwar gibt es viele rentable Möglichkeiten, Energie effizienter als bis-lang zu nutzen, aber die betriebsinternen Such- und Entscheidungskosten sind bei den meist kleinen Investitionssummen energieeffizienter Maßnahmen relativ hoch. Deshalb unterbleiben sehr rentable Energieeffizienzinvestitionen oder organisatorische Maßnahmen aufgrund mangelnder Kenntnisse der Energieverantwortlichen in den Betrieben. Hinzu kommen geringe Priorität für derartige Investitionen und eine unsachgemäße Amortisationszeitenbewertung für energietechnische Anlagen.
Zielsetzung: In der Schweiz und in einem Demonstrationsfall in Deutschland (Energie-Modell Hohenlohe) zeigte sich, dass die Transaktionskosten durch einen moderierten regelmäßigen Erfahrungsaustausch über neu ergriffene Maßnahmen und getätigte Investitionen erheblich gesenkt und die üblichen jährlichen Effizienzgewinne der Industriebetriebe (ca. 1 %/a) mindestens verdoppelt werden können. Gemessen an der Schweiz könnten in Deutschland 300 derartige lernende Netzwerke möglich sein (mit einem CO2- Emissionsminderungspotential von 4 bis 5 Mio. t/a nach fünf Jahren Erfahrungsaustausch).
Die Ziele dieser FuE-Arbeiten sind: die Erarbeitung von standardisierten Arbeitshilfen (Berechnungstools, Ergebnismatrizen, Argumentationshilfen) und Arbeitsunterlagen (Vorträge, Organisationsabläufe, Vorlagen für Berichte) zu einem Projektmanagementsystem. Damit soll die Multiplikation des Konzepts der EnergieEffizienz-Tische bei geringen Kosten und hohen Qualitätsstandards ermöglicht werden (Teilziele: Betriebskosten zukünftiger EE-Tische weiter senken, diese auf einem gleich bleibend hohen Qualitätsniveau halten durch Qualifizierung von Moderatoren, Koordinatoren und beratenden Ingenieuren sowie deren Zertifizierung, Erfahrungsaustausch via Moderatoren).
Arbeitsplan und Methodik: Zunächst werden Erfahrungen mit den Energieeffizienztischen in der Schweiz und in Deutschland mittels eines strukturierten Interviews erhoben. Zweiter Arbeitsschritt ist die Erarbeitung des Projektmanagementsystems in 3 Modulen:
(1) Projektdurchführung (Initiierung, organisatorische und investive Maßnahmen, Bericht Initialberatung, Vorträge zu ausgewählten Themen, Auswertungstools für einzelne Maßnahmen und jährliches Monitoring),
(2) Projektkoordination (Tätigkeitslisten, Informationen zu externen Fachleuten, Geheimhaltungsvereinbarungen, Aufbau einer Hotline, gemeinsame Beschaffung, Öffentlichkeitsarbeit) und
(3) Multiplikator/Initiator (Zielgruppenidentifikation, Informationsveranstaltungen).
Der dritte parallel laufende Arbeitsschritt versucht, die jeweils erarbeiteten Hilfen in fünf lernenden Netzwerken direkt anzuwenden und Verbesserungen vorzunehmen. Im vierten Arbeitsschritt werden die Zufriedenheit der beteiligten Betriebe und die CO2-Minderungserfolge der Jahre 2006 bis 2008 evaluiert. Als letzter Arbeitsschritt wird das Projektmanagementsystem in einem bundesweiten Symposium vorgestellt, um es bei 30 Netzwerken eines bundesweiten Demonstrationsprojektes anzuwenden.
Zeitablauf und Kooperationspartner: Die Arbeiten wurden am 1. Juni 2007 begonnen und werden Ende Mai 2009 abgeschlossen sein. Die Gesamtverantwortung für das Projekt hat das Modell Hohenlohe e.V. Die Projektleitung liegt bei ebenfalls beim Modell Hohenlohe e.V. und dem Fraunhofer ISI. Die Projektkosten werden zur Hälfte als Förderung durch die DBU getragen. Die Eigenbeteiligung wird im Wesentlichen durch zwei große Unternehmen aus der Industrie, die EnBW AG und die Siemens AG, sowie durch die beiden Länder-Regierungen von Baden-Württemberg und Hessen erbracht.
http://www.irees.de/dok/journals/Einladung%20EnergieEffizienz-Netzwerke_10.12.2007_de.pdf
Publikationen:
Eberhard Jochem, Volker Ott und Kurt Weissenbach:
Lernende Netzwerke - einer der Schlüssel zur schnellen Energiekostensenkung
SONDERDRUCK AUS "et - ENERGIEWIRTSCHAFTLICHE TAGESFRAGEN" - TITELTHEMA: ENERGIEEFFIZIENZ
Ansprechpartner:
Dr. Dirk Köwener
IREES GmbH
d.koewener@irees.de
Stand 14.6.2007
Publikationen
Bewertungsverfahren Investitionen 2008
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Kurzbeschreibung Investitionsrechnung 2008
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