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Identifikation, Analyse und Darstellung der Produkte in den im EU-ETS erfassten Industriebranchen, ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und ihrer Bedeutung für die CO2-Emissionen

Definition von Produkten, die dem EU ETS unterliegen, Entwicklung einer Datenbank mit spezifischen Kenngrößen sowie Ermittlung der CO2-Kostenbestandteile entlang der Wertschöpfungskette für ausgewählte Fallbeispiele


Auftraggeber

Umweltbundesamt (UBA)

Laufzeit: April 2019 – Juni 2021


Hintergrund

Seit Beginn des Emissionshandels im Jahr 2005 hat der EU ETS Sektor (ETS=Emission Trading System) bis 2017 etwa 26 Prozent seiner CO2 Emissionen gemindert. Mit Blick auf die notwendigen jährlichen Minderungsanforderungen im Emissionshandelssektor von mindestens 48 Mio. t CO2-eq. bis 2030 ist die Frage nach den Minderungspotentialen der Industriebranchen von wachsender Bedeutung. Daher stellt sich auch vermehrt die Frage, welchen Beitrag Änderungen der Nachfrage und Produktion CO2-intensiver Güter leisten können, und damit verbunden nach den Potenzialen von Produktsubstitutionen oder Materialeffizienzsteigerungen.

Obwohl die beiden letztgenannten oft als mögliche Optionen angesprochen werden, ist bislang wenig Literatur bekannt, die einen Überblick über die Bedeutung solcher Nachfrageänderungen für die jeweiligen Industriebranchen in Deutschland wie Europa ermöglicht.
Um mögliche Analysen solcher nachfrageseitigen Optionen zur Minderung der Treibhausgasemissionen der Industrie verfolgen zu können, muss zunächst die Datengrundlage verbessert werden. Um die Wirkung solcher Optionen auf die THG Emissionen belastbar schätzen zu können, sind entsprechende produktbezogene Emissionsbilanzen nötig, die bisher nicht verfügbar sind. Ziel dieses Vorhabens ist es solide Informations- und Datenbasis für das Bundesumweltressort zu den CO2-Emissionen und der wirtschaftlichen Bedeutung verschiedener Produkte aufzubauen, die den im ETS erfassten Industrietätigkeiten/-branchen zugerechnet werden können. Dazu wird ein umfassendes Bild über die verfügbaren Daten verschafft und diese werden entsprechend für die weitere Nutzung durch den Auftraggeber aufbereitet. Darüber hinaus werden Analysen für ausgewählte ETS-Branchen und Produkte durchgeführt und entsprechende Kennzahlen entwickelt, welche in die Datenbasis integriert werden.


Das IREES übernimmt dabei folgende Aufgaben:

Für die Industriebranchen Papierherstellung, Eisen-/Stahlherstellung, sowie die Herstellung von Nichteisenmetallen:

  • Ermittlung der Produkte, die von den durch das ETS abgedeckten Tätigkeiten produziert werden
  • Ermittlung der kumulierten CO2-Emissionen, wirtschaftlicher Kenngrößen sowie ggf. zentraler Inputkostenkomponenten der für diese Produkte zentralen Produktionsschritte
  • Ermittlung der relativen Bedeutung der Produkte hinsichtlich ihrer Emissionen und wirtschaftlichen Relevanz
  • Ermittlung von relativen CO2-Kostenanteilen, z.B. an der BWS der Wertschöpfungsstufe

Außerdem übernimmt das IREES die Teilprojektleitung von Arbeitspaket 3. Hier werden anhand von zwei Fallbeispielen exemplarisch die weiteren Verarbeitungsstufen außerhalb der vom ETS erfassten Tätigkeiten analysiert, für mindestens ein Beispiel bis hin zum Endprodukt. Dies umfasst eine (MFCA-gestützte) Schätzung der CO2-Kostenanteile an der Wertschöpfung auf den involvierten Weiterverarbeitungsstufen.

IREES trägt darüber hinaus zur Formulierung von Handlungsempfehlungen und der Gestaltung von zwei Fachgesprächen bei.


Partner im Forschungsprojekt

  • Fraunhofer ISI (Projektkoordination)

Verfügbare Publikationen

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