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Energieeffiziente Quartiers-Modernisierung durch ein modulares Instandsetzungsverfahren unter Berücksichtigung von Transfer- und Umsetzungshemmnissen


Auftraggeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Laufzeit: Juli 2018 – Juni 2020
 

Hintergrund

Die Erreichung der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung, bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand vorzuweisen, erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Neubauten und Bestandsgebäude müssen dabei gleichermaßen betrachtet werden. Demografische Aspekte wie die Alterspyramide und Wohnraumknappheit, insbesondere Wohnen für Menschen mit geringerem Einkommen, sind Themen, die mit den Energieeffizienzfragen verzahnt werden müssen. Anstehende Instandsetzungen und Sanierungen sowie deren finanzieller Aufwand sind interdisziplinär und transdisziplinär anzugehen, zu planen und zu realisieren. Nur so kann Hemmnissen und Bedenken von Eigentümern und Mietern entgegengewirkt werden.

Ziel des Projektes ist es, durch Kombination von passiven und aktiven Energiesparmaßnahmen die EnEV-Standards auch bei schwer sanierbaren Gebäuden zu erfüllen. Ausgewähltes Modellprojekt ist ein Quartier einer Baugenossenschaft in München. Durch modulare Instandsetzungsverfahren unter Einbeziehung der Außenhülle alter Bestandsgebäude als thermisch aktivierte Fläche soll ein Teil der Heizlast abgedeckt werden. Die derzeitige Regelung der Heizkostenabrechnung wird dahingehend in Frage gestellt, dass ein Teil der eingesetzten Endenergie dem Erhalt des Gebäudes dient. Für diesen Teil erfolgt keine individuelle Heizkostenabrechnung. Die Projektergebnisse werden wirtschaftlich, technisch und ökologisch gespiegelt.

Im Rahmen eines partizipativen Ansatzes werden aus sozialwissenschaftlicher Perspektive individuelle Komfortansprüche und das Nutzerverhalten der BewohnerInnen betrachtet und Umsetzungshemmnisse und förderliche Aspekte im Sanierungsprozess evaluiert. Darüber hinaus werden regulatorische Hemmnisse untersucht. Begleitend erfolgt eine transparente Kommunikation im Sinne eines praxisbezogenen Informationsmanagements, um im Prozess etwaig entstehende Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu klären.
 

Das IREES übernimmt dabei folgende Aufgaben:

  • Akzeptanzanalyse im Rahmen von Interviews, Unterstützung der Kommunikation und schriftlicher Befragung


Partner im Forschungsprojekt        

  • Baugenossenschaft des Post- und Telegrafenpersonals in München und Oberbayern eG
  • Beuth Hochschule für Technik Berlin (Projektkoordination: Frau Prof. K. Biek)
  • Fraunhofer IRB

Verfügbare Publikationen

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